Totalphütte

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Bauherr: Österreichischer Alpenverein Sektion Vorarlberg
Architekt/Planer: hämmerle.tschikof GmbH, 6850 Dornbirn
Ausführung (Holzbau): Fussenegger Holzbau, 6850 Dornbirn
Baumeiserarbeiten: Gaba Bau

Prämiert
beim Vorarlberger Holzbaupreis 2021
Anerkennung Kategorie Sanierung/Anbau/Aufstockung

Bewertung der Holzbaupreis Jury

Lebendes (Schutz)Holzhaus auf der Totalp
Der Wiederaufbau, die Erweiterung der Berghütte nach der Lawinenkatastrophe 2019 begeistert die Jury in seiner Gesamtheit, von der Konzeption und Planung hin zur Logistik. Holz spielt hier seine volle Stärke aus. Das geringe Gewicht der bestmöglich vorgefertigten Elemente reduziert die Flüge bei der notwendigen Helikoptermontage. Freundlich helle und fühlbare Holzoberflächen bieten dem Wanderer Schutz und Geborgenheit in der wunderschönen aber rauen Felswelt der geliebten Berge. Die äußere Form des Zubaus nimmt die Konturen der Umgebung unaufdringlich auf. Holz kommt ab dem massiven Untergeschoss als führendes Material zum Einsatz. Die künftig in die Landschaft hineingrauende Langschindelfassade, kombiniert mit markanten Fensterläden, bilden die wetterfeste Hülle. Schlichtes helles Holz der Decken, Wände und Böden umschließen die einladenden Räume des Schutzhauses.

Weitere Projektdaten

  • Fotograf: Anja Fontain, Reinhard Fichtinger, Valentin Tschikof
  • Ausführung/Bauweise: Auf dem bestehenden, massiven, bei der Lawinenkatstrophe nicht zerstörten Untergeschoss, entstand der neue Gebäudeteil. Dieser Neubau wurde als reiner Holzbau konzipiert. Zur Verwendung kam eine Holzriegelkonstruktion bei den Außenwänden und dem Dach, sowie die in Massivholzkonstruktion gefertigten Innenwände und Decken. Als Fassadenbekleidung wurden Brettschindel aus Lärchenholz gewählt.
  • Nutzfläche: Neubau ca. 569,6 m²
    Bestand ca. 219,0 m²
    Die Hütte bietet 88 Schlafplätze und vier Doppelzimmer für die Mitarbeiter, sowie eine kleine Pächterwohnung.
  • Fenster: Holzfenster im Bestandsgebäude
    Holz-Aluminium-Fenster im Neubau
    Leibungsausbildung und Anschluss an die Fassade mittels Aluminiumrahmen
  • Ausbau: Alle Holzdecken und die Zwischenwände sind aus Massivholz (KLH) errichtet und wurden zum Großteil sichtbar belassen. Die Außenwände sind innen mit einer 3-Schichtplatte aus Fichtenholz bekleidet. In den Sanitärräumen wurden Vorsatzschalen mit gefärbten, fasergebundenen Zement-platten realisiert. Die Böden sind in Massivholz, aus Fichte und Eiche gehalten; in der Küche und im Bereich der Theke wurde eine Beschichtung ausgeführt.
  • Energie: Das Gebäude wurde für einen möglichst energieschonenden Betrieb ausgelegt.
    Die Gaststube kann mit einem Holzspeicherofen beheizt werden. Die restlichen Schlafräume sind, da die Hütte nur im Sommer betrieben wird, unbeheizt. Die Sanitärräume und die Mitarbeiterunterkünfte sowie die Pächterwohnung werden mit Infrarotpanelen auf Temperatur gehalten. Der Strom dafür kommt aus einer Photovoltaikanlage am Dach des Gebäudes. Die Warmwassererzeugung erfolgt mittels Solarkollektoren.
  • Fertigstellung (Jahr): Sommer 2020

Weitere ausführende Firmen

  • Bodenleger: Tschofen, 6700 Bludenz, Bauharze Salzgeber, 6790 Schruns
  • Möbel: REGE OG , 6890 Lustenau
  • Bauleitung: Büro 21, ,, 6774 Tschagguns
  • Fensterbau: Tischlerei Kieber Johannes , 6780 Schruns
  • Elektroinstallationen: Dreier Gerd, 6707 Bürserberg,
  • Statik: gbd ZT, 6850 Dornbirn
  • Ofenbau: Henn Öfen
  • Installationen: WILU Haustechnuk GmbH, 6780 Schruns

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